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Kerzen: Test, Vergleich und Kaufratgeber

In einem Zelt sitzt eine junge Frau mit Kerzen auf dem Boden.

Die Vielfalt und Auswahl an verschiedenen Kerzen scheint schier unendlich zu sein. Wieso dann lange rumfackeln? In diesem Beitrag haben wir die wichtigsten Kaufkriterien gesammelt und widmen uns außerdem aktuellen Kerzen Tests.

Unsere Favoriten

Beste Kerze mit angenehmen Duft: YankeeCandle + Duftkerze Soft Blanket

“Aus dem Glas der Duftkerze strömt ein herrlicher floraler Duft.”

Beste Kerze zum Verschenken: JuwelKerze + 'Creamy Vanilla' Schmuckkerze

“Das pure Überraschungs-Erlebnis wartet im Inneren der Duftkerze.”

Beste Kerze aus Paraffin: Papstar + Stumpenkerzen creme

“Praktisches 6er-Pack mit einer Beleuchtungsdauer von über 140 Stunden.”

Beste Kerze aus Stearin: Papstar + Kronkerzen weiß

“Eine Kerze, die sich aus 100 Prozent pflanzlichen Stearin zusammensetzt.”

Beste Kerze aus Bienenwachs: Bienenbude + 2 Stück Kerzen

“Zwei Handgemachte Kerzen im Spiraldesign aus 100 Prozent Bienenwachs.”

Beste Kerze mit LED-Funktion: Lights4fun + LED Echtwachskerzen

“Perfekte Imitation sorgt für täuschende Echtheit der Kerze”

Beste Kerze als Teelicht: Wenzel + 100 Teelichter-Nightlights

“Die hochwertigen Teelichter stechen durch ihre enorme Lichtintensität deutlich hervor.”

Beste Kerze in bunt: Bolsius + 6 x Rustic Stumpenkerze

“Die rustikale Oberflächenstruktur macht die Kerze zu einem richtigen Eyecatcher.”

Damit Du für Deinen nächsten gemütlichen Abend gut gerüstet bist, zeigen wir Dir in diesem Artikel die besten Kerzen auf dem Markt, wissenswerte Fakten und natürlich, worauf man beim Kauf einer Kerze unbedingt achten sollte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zur Kerzenproduktion werden Paraffin, Stearin oder Bienenwachs verwendet. Diese verschiedenen Wachsarten weisen Qualitätsunterschiede in Brenndauer, Haltbarkeit Nachhaltigkeit und auf.
  • Fast jede zweite europäische Kerze wurde in Polen hergestellt. Eine Kerze wird bei der Herstellung entweder gezogen, gegossen oder gepresst.
  • Kerzen gibt es in allen möglichen Größen, Farben, Duftnoten und Designs. So ist für jeden Anlass garantiert etwas dabei!
  • Eine Kerze sorgt dafür, dass Du zur Ruhe kommst und Dich entspannen kannst.
  • Bei der Verwendung von Kerzen wird Sauerstoff verbraucht, was zu einer schlechten Luftqualität führt. Deshalb ist ein regelmäßiges Lüften besonders wichtig.

Die besten Kerzen: Favoriten der Redaktion

Im folgenden Abschnitt findest Du eine ausführliche Übersicht der besten Kerzen. Durch eine gründliche Recherche der Redaktion wurden die Produkte als besonders empfehlenswert eingestuft. Alles, was Du zu den Favoriten wissen musst, findest Du hier:

Die beste Kerze mit angenehmen Duft

  • Verbreitet einen Duft von Zitrusfrüchten, Johanniskraut und edlem Vanille
  • Für die Duftkerze wurde ausgewähltes Paraffin-Premiumwachs verwendet, um ein sauberes und gleichmäßiges Abbrennen zu gewähren
  • Ein reiner Baumwolldocht erzielt die Brenndauer von 110 – 150 Stunden
  • Der luftdichte Deckel sorgt dafür, dass der Duft stets erhalten bleibt
  • Kann allergische Reaktionen verursachen

Die klassische Kerze von Yankee Candle verspricht durch die ausgewählten Inhaltsstoffe und die authentischen Aromen ein entspanntes Ambiente. Mit einem Gewicht von 623 g bietet sie einen langanhaltenden Duftgenuss, der den ganzen Raum sanft erfüllt. Die Maße der Kerze betragen laut Hersteller 10,7 x 16,8 cm. Damit ist die sogenannte “Jar-Candle” die größte aus der Kollektion von fünf verfügbaren Kerzengrößen.

Die weiße Duftkerze im hübschen Apothekerglas verbreitet mit ihren Kopfnoten Bergamotte, Brombeere und Zitrone einen Geruch, der im Englischen als “Fresh & Clean“ bezeichnet wird. Jede Duftkerze des amerikanischen Unternehmens ist durchgängig mit 7 Prozent Duftöl versehen. Der verwendete Docht ist bleifrei und wurde von Hand begradigt, um die bestmögliche Verbrennung sicherzustellen. Das Kerzenglas ist zu 100 Prozent recyclebar.

Die beste Kerze zum Verschenken

  • Der süße Vanilleduft der Kerze sorgt für pure Entspannung
  • Im Wachs der Duftkerze befindet sich eine Schmucküberraschung, die sich nach einigen Stunden herausfischen lässt
  • Es wird eine Brenndauer von 90 – 120 Stunden versprochen
  • Alle JuwelKerzen wurden in Europa gefertigt
  • Häufig wird eine erhöhte Rußentwicklung durch eine flackernde Flamme festgestellt

Die einzigartige Kerze der Firma JuwelKerze ist das perfekte 2-in-1-Geschenk, schließlich erhält man ein wunderbares Dufterlebnis und ein hochwertiges Schmuckstück. Die von Hand gefertigte Kerze hat ein Gewicht von 1050 g, was auf das standfeste Glas mit Deckel zurückzuführen ist. Das Kerzenglas wurde mit Handzeichnungen von Designern versehen, um ein dekoratives Highlight für jedes Zuhause zu schaffen. Die Maße betragen 17 x 9 cm.

Der langanhaltende Geruch nach warmer Milch, Weißdorn, Kokosnuss und Vanille soll beruhigend wirken und ist dem verwendeten Palmwachs zu verdanken. Nach circa 10 – 15 Stunden Brenndauer ergattert man aus dem Kerzeninneren ein größenverstellbares Armband aus echtem 925 Sterling Silber, das mit edlen Swarovski Kristallen besetzt ist. Die handgegossene Kerze lässt das Beschenken zu einem einzigartigen Erlebnis werden.

Die beste Kerze aus Paraffin

  • Die weiße Stumpenkerze kann vielseitig eingesetzt werden
  • Eignet sich zum Verzieren, Beschriften und selbst gestalten hervorragend
  • Die Brenndauer der Kerzen beträgt jeweils 24 Stunden
  • Alle cremefarbenen Paraffinkerzen wurden mit einer matten Oberfläche veredelt
  • Das zu schnelle Abbrennen und die nicht ausreichende Tropffestigkeit können Probleme bereiten

Die schlichten Kerzen der Marke Papstar eignen sich zur vielseitigen Verwendung. So kann die dezente Säulenkerze als Dekokerze, Tischkerze, Weihnachtskerze und natürlich auch als Geschenk dienen. Gerne findet sie auch Nutzen in großen Windlichtern. Das Gewicht der Kerze liegt bei knappen 260 g und bereitet so lange Freude. Die sechs komfortablen Paraffinkerzen haben eine Höhe von 11,5 cm und einen Durchmesser von 6,0 cm.

Aufgrund ihres großen Durchmessers kann die Stumpenkerze auch alleine stehen. Sie kommt besonders oft in Gastronomien, auf Feiern und Geburtstagen zum Einsatz, denn durch die farblose und schlichte Gestaltung lässt sie sich effektvoll kombinieren. Das Verbrennen der Kerze läuft gleichmäßig und rußfrei ab. Die deutsche Markenqualität wird durch eine nachhaltige und verantwortungsvolle Produktion gewährleistet.

Die beste Kerze aus Stearin

  • Das Set beinhaltet 30 schneeweiße Stabkerzen
  • Kronkerzen beeindrucken für stilvolle Beleuchtung im Kerzenständer oder Zuhause
  • Die Brenndauer pro Kerze umfasst circa 9 Stunden, was eine Gesamtbrenndauer von 270 Stunden zur Folge hat
  • Stearinkerze zeichnet sich durch einen trockenen Brennteller aus
  • Unangenehmer Geruch kann nach dem Entzünden entstehen

Die nachhaltigen Kerzen von Papstar setzen sich aus rund 94 Prozent zertifizierten Palmöl zusammen. Das verwendete Palmöl stammt aus RSPO bestätigten Quellen und ist Teil der Papstar Nachhaltigkeitsstrategie. Die Produktabmessungen betragen 24 x 2,3 cm und jede Stabkerze hat ein Eigengewicht von 82 g. Zum Einsatz in Gastronomien und auf Feiern eignen sie sich durch ihr ausgezeichnetes Brennverhalten sehr gut.

Durch den achtkantigen Fuß können die Kerzen jedem Kerzenständer anpassen und sitzen bombenfest. Zudem weisen sie eine hohe Formstabilität auf. Die Flamme brennt hell und ruhig ab, was das Tropfen des Wachses verhindert. Aufgrund ihrer umweltschonenden Produktion wurde diese Kerzen mit “Nordic Ecolabel Svanen” beurkundet.

Die beste Kerze aus Bienenwachs

  • Der Imker und seine Produktionsstätte wurzeln im östlichen Bayern
  • Man kann grob von einer Brenndauer von 25 – 35 Stunden ausgehen
  • Die goldfarbenen bis gelben Kerzen wurden in reiner Handarbeit gegossen und in Papier verpackt
  • Es wird eine Gebrauchsanweisung mit Hinweisen mitgeliefert
  • Der angesetzte Preis ist für das Produkt etwas zu hoch

Die natürlichen Kerzen des Kleinunternehmens Bienenbude bieten höchste Qualität in den Inhaltsstoffen. Es steckt somit keinerlei Chemie in den Kerzen und auch bei der Verpackung wurde auf Umweltverträglichkeit geachtet. Beim Abbrennen der 190 g schweren Kerzen duftet es ganz wunderbar nach Honig und Wachs. Dabei werden keine Giftstoffe freigesetzt. Die Maße ergeben bei der Bienenwachskerze 12,5 x 4,5 cm.

Das Rußen bleibt durch einen dicken qualitativen Baumwolldocht aus. Gelegentlich sollte der Docht etwas gekürzt werden. Die Brenndauer ist deutlich länger als bei gewöhnlichen Kerzen und bereitet viele gemütliche Abende. Bei Lust und Laune kannst Du Dir vom Imker lose Bienenwachs-Pastillen bestellen, um eigene Bienenwachskerzen selbst herzustellen.

Die beste Kerze mit LED-Funktion

  • Set bestehend aus drei batteriebetriebenen Kerzen
  • Überzogen mit einer beigen Echtwachs-Schicht
  • Die Kerzen besitzen jeweils eine Leuchtdauer von 200 Stunden
  • Sicher vor Kindern, da das Batteriefach jeder Kerze ist mit Schrauben versehen ist
  • Es ist keine Fernbedienung dabei, die Kerzen funktionieren anhand eines Timers

Das Kerzenset des Familienunternehmens Lights4fun besteht größtenteils aus echtem Wachs. Dies lässt die LED-Kerzen nicht nur unglaublich realistisch aussehen, sondern lässt in der Haptik eine echte Kerze vermuten. Auf dem authentischen Plastikdocht sitzt eine flackernde LED-Flamme, die für ein sanftes und realistisches Licht sorgt. Dieses Trio ist eine stilvolle Ergänzung für jedes Zuhause und bildet das perfekte Accessoire ab.

Die Beleuchtungskörper werden in unterschiedlichen Größen geliefert. So sind die Kerzen 10, 12 und 15 cm hoch mit einem Durchmesser von 7,5 cm. Eine sechsstündige Timerfunktion ermöglicht ein selbstständiges Ein- und Ausschalten der Kerzen. In eine Kerze müssen 2 x AA Batterien eingelegt werden. Platziert werden die kleinen Lichtwunder entweder auf der Fensterbank oder als Ergänzung zur Tischdekoration.

Die beste Kerze als Teelicht

  • Der Lieferumfang umfasst 100 Teelichter
  • Teelichter befinden sich in einem Acryl-Cup
  • Mit dem RAL Gütezeichen versehen und in Deutschland hergestellt
  • Durch eine 8 Stunden lange Brenndauer lassen die kleinen Kerzen jeden Raum und jedes Fest in warmen Licht erstrahlen
  • Es kann Wachs in der Hülle zurückbleiben

Die Kerzen von der Marke Wenzel sind bekannt für ihre außerordentlich gute Qualität, denn sie wurden mit dem RAL-Gütezeichen honoriert. Für die Teelichter wird ein hochwertiges Paraffin-Gemisch verwendet, das zu 70 Prozent aus Paraffin und zu 30 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Das macht die Kerzen auch ausgesprochen rauch- und rußarm. Die Maße eines Nightlights betragen 2,5 x 3,8 cm.

Das Wachs befindet sich in durchsichtigen Polycarbonathüllen, die aufgrund der geringen Wärmeentwicklung direkt auf nicht brennbaren Untergrund gestellt werden können. Durch die Transparenz der Hüllen leuchtet das Teelicht in alle Richtungen. Wegen des tollen Brennverhaltens eignen sich die Kerzen ideal für Feiern, Hotels und Gastronomien. Sie spenden aufgrund ihrer hervorragenden Leuchtkraft ein erhellendes und klares Licht.

Die beste Kerze in bunt

  • Kerzen wurden mit dem RAL-Gütezeichen zertifiziert
  • Aus einwandfreien Paraffin hergestellt
  • Die Farben und Strukturen der Stumpenkerzen wurden von der Natur inspiriert
  • Laut Hersteller liegt die Brenndauer bei 30 Stunden pro Kerze
  • Beim Abbrennen behalten die Kerzen nicht ihre Form bei

Die charakteristischen Kerzen von Bolsius bieten eine breit gefächerte Farbauswahl von 33 unterschiedlichen Variationen an. In allen Fällen sind die matten Kerzen komplett durchgefärbt. So werden dem Käufer unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten geboten, die im Eigenheim umgesetzt werden können. Besonders gut kommt das 6er-Pack bei Einrichtungen im Landhausstil zur Geltung. Pro Kerze gelten folgende Maße 8 x 6,8 cm.

Der ultimative Stimmungsbringer für Zuhause hat eine ruhige, gleichmäßige und helle Flamme. Hinzu kommt, dass die Stumpenkerze eine lange Brenndauer hat und nahezu rußfrei verbrennt. All diese Eigenschaften vereinen, was eine Kerze mit RAL-Gütezeichen an gleichbleibender Qualität mitbringen sollte. Durch das warme Licht und die einzigartige raue Oberfläche lässt sich zu jeder Jahreszeit ein entspanntes Ambiente schaffen.

Ratgeber

Damit Du Dir die Kaufentscheidung erleichtern und Dich vor Deinem Kauf zu einem richtigen Experten entwickeln kannst, haben wir Dir in diesem Abschnitt des Ratgebers eine Menge nützliche Informationen zusammengestellt. Wir stehen Dir mit Rat und Tat zur Stelle.

Welche Arten von Kerzen gibt es?

Die Arten von Kerzen könnten nicht unterschiedlicher sein. Aber keine Sorge für jeden Geschmack ist etwas dabei! Welche Kerzen-Art Du wählst, hängt ganz von dem Verwendungszweck ab. Außerdem sind Farbe, Form und der Einsatzort maßgeblich für die Entscheidung der richtigen Kerze für Dich.

Teelicht

Ein Teelicht ist eine kleine und kaum rußende Kerze. Oft wird sie auch als Rechaudkerze bezeichnet. Dieses Teelicht befindet sich in einem Becher aus Aluminium, Glas oder aus wärmebeständigen Kunststoff. Als nachhaltige Variante gibt es mittlerweile sogar Kerzen ganz ohne diesen Becher. Erwartungsgemäß brennt eine solche Kerze circa drei bis vier Stunden und die großen Maxi-Teelichter gar 24 Stunden.

Der ursprüngliche Zweck dieser kleinen Kerze war es Tee- oder auch Kaffeekannen warmzuhalten, deshalb auch der Name. Nun wird sie heutzutage rein aus dekorativen Zwecken genutzt. Hierbei probieren sich die Hersteller mit verschiedenen Farben und Duftstoffen aus, um ein großes Spektrum an Teelichtern anbieten zu können.

Duftkerze

Mit einer Duftkerze schlägst Du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Zum einen macht sie als Deko-Element ordentlich etwas her und andererseits kannst Du Dich damit entspannen und erholen, Stress abbauen oder Deinen Geruchssinn ansprechen. Wichtig ist, dass eine Duftkerze es schafft eine harmonische Stimmung durch ihren angenehmen Geruch zu erzeugen. Die Düfte der Kerzen variieren natürlich nach Jahreszeit.

Eine Duftkerze kann man in unterschiedlichen Behältnissen erwerben. So gibt es beispielsweise Porzellangefäße, Duftkerzen im Glas oder im Metallbehälter. Der Nachhaltigkeit zuliebe kannst Du die Behältnisse nach dem Abbrennen der Kerze weiter benutzen. Ob die Kerze einen Duft nach erfrischender Zitrone, beruhigenden Lavendel oder nach einer sanften Meeresbrise hat, ist ganz egal, denn ein solcher Duft wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden eines Menschen aus.

Bei der Herstellung können hohe Temperaturen empfindliche Duftstoffe zerstören. Aber auch eine zu hohe Konzentration der Duftstoffe kann dazu führen, dass sich diese nach dem Abkühlen des Wachses vom Kerzenwachs wieder trennen.

Stumpenkerze

Eine Stumpenkerze gehört zu den grundlegenden Basics in einem Haushalt und erfreut sich deshalb über eine große Beliebtheit. Solch eine Kerze besitzt tolle Brenneigenschaften, denn sie qualmt oder rußt kaum. Und sie hat eine lange Brenndauer, sodass sie sich für ganze Abende eignet. Zudem ist es nicht zwingend notwendig eine Stumpenkerze in einen Kerzenständer zu stellen, da sie auch sehr gut alleine stehen kann.

Meist werden Stumpenkerzen zum Verzieren genutzt. Für Anlässe, wie die Taufe, die Kommunion oder die Konfirmation sind diese Kerzen optimal. Ihre schöne, große Flamme und das sanfte Licht sorgen für das perfekte Ambiente in solch besonderen Momenten. Hier gilt es aber zu beachten, dass sich beim Abbrennen der Kerze das Wachs bis zum Rand verflüssigen muss, damit kein hoher Rand zurückbleibt.

Stabkerze

Die besonders langen und dünnen Kerzen werden typischerweise in einen entsprechenden Kerzenständer platziert. Stabkerzen wirken durch ihre edle Erscheinung sehr elegant und machen sich deshalb prima auf einem schön gedeckten Tisch. Ein schickes Dinner wird gerne mit hell leuchtenden Stabkerzen ergänzt. Aber auch auf einem Adventskranz sind diese Leuchtmittel sehr hoch angesehen.

Die Stabkerze gilt als sehr klassische und zeitlose Kerzen-Art. Sie wurde schon früher dafür genutzt, um auf antiken Kronleuchtern große Säle zu beleuchten und für ein angenehmes Ambiente zu sorgen. Durch ihre überdurchschnittliche Länge brennt eine Stabkerze vergleichsweise ziemlich lange. Häufig nennt man sie auch Spitz- oder Tafelkerze.

Eine junge Frau liegt in einer Badewanne, die von einem Meer an leuchtenden Kerzen umgeben ist

Stabkerzen eignen sich ideal dafür, um eine romantische Stimmung zu erzeugen. In Kombination mit Stumpenkerzen sorgen sie für eine entspannte Atmosphäre.

LED-Kerze

Die LED-Kerze rückt immer mehr in den Fokus und lässt die gewöhnlichen Kerzen bereits altmodisch aussehen. Die moderne Lichtquelle wird entweder mit einem Akku oder Batterien betrieben. Häufig werden LED-Kerzen aus Echtwachs hergestellt, um die Haptik einer echten Kerze zu imitieren. Die Leuchtdauer einer solchen Kerze sollte in etwa 100 Stunden betragen und ist damit auf Dauer günstiger als ihr Konkurrent.

Unter den LED-Kerzen gibt es Unterschiede: Es gibt sie in ganz unterschiedlichen Formen und Größen, sie sind erhältlich mit Fernbedienung, Timer oder unauffälligen Ein- und Ausschaltknopf. Die flackernde Flamme sieht mit ihrem beweglichen Docht täuschend echt aus. Der große Vorteil bei dieser Kerzen-Art ist die hohe Sicherheit, denn es besteht keine Brandgefahr. Manche LED-Kerzen können sogar im Außenbereich aufgestellt werden.

Grabkerze

Ein Grablicht ist eine Kerze mit rotem Gehäuse, die zu jeder Jahreszeit auf einer Grabstelle platziert werden kann. Viele dieser Lichter haben einen Deckel, um vor der Witterung zu schützen. Die Brenndauer einer Grabkerze kann von einigen Stunden bis hin zu mehreren Tagen variieren. Moderne Grablichter gibt es mit Solarzellen oder Batterien zu kaufen.

Schon seit Jahrhunderten symbolisieren Grabkerzen im Christentum das „ewige Licht”. Sie sollen die Seele des Verstorbenen durch das Totenreich führen. Hauptsächlich dienen Grablichter dem Gedenken an verstorbene Menschen. Vermehrt findet man die roten Lichter an speziellen Tagen, wie Allerheiligen oder am Totensonntag, auf den Gräbern. Für Angehörige wirkt das Kerzenlicht tröstend und beruhigend.

Schmuckkerze

Eine Schmuckkerze ist ähnlich wie ein Überraschungsei: Im Inneren der Kerze ist ein Schmuckstück verborgen, das nach Abbrennen der Kerze zum Vorschein kommt. Beim Entdecken des Schmuckstückes ist das Erstaunen immer sehr groß, denn vorab weiß niemand, welches Prachtstück im Wachs versteckt ist. Meist sind es jedoch Ketten, Ohrringe oder Armbänder. Als Geschenk eignet sich eine Schmuckkerze stets gut.

Laut Herstellern dauert es einige Stunden bis das Schmuckstück in der duftenden Kerze sichtbar wird. Danach kann man vorsichtig ein Tütchen mit der Pinzette aus dem flüssigen Wachs herausholen. Nun kann man sich über das tolle Schmuckstück freuen. Erhältlich ist eine solche Kerze in variierenden Duftrichtungen für verschiedene Anlässe.

Schwimmkerzen

Oft beschreibt man Schwimmkerzen als tanzende Lichter auf dem Wasser. Die Reflexion des Kerzenscheins lässt diese besonderen Kerzen elegant wirken und erzeugt außerdem eine romantische Stimmung. Erhältlich ist diese beeindruckende Erscheinung mit einem Durchmesser von knapp 4 cm oder aber auch in der XL-Version mit 8 cm.

Eine Schwimmkerze kann man vielseitig nutzen: Sei es in einem Teich oder Pool, in der Badewanne oder einfach auf dem Esstisch als Tischdekoration. Man kann die Kerze ganz einfach auf die Wasseroberfläche setzen und davon gleiten lassen. Für viele Menschen dient sie vor allem als Hingucker in späten Abendstunden.

Welches sind die wichtigsten Kaufkriterien bei Kerzen?

Ehe Du Dir eine oder auch mehrere Kerzen kaufen möchtest, solltest Du ein paar wichtige Dinge beachten, um das richtige Exemplar für Deine Bedürfnisse auswählen zu können. Dies sind die ausschlaggebenden Kriterien, anhand denen Du den richtigen Kauf Deiner Kerze bewerkstelligen kannst:

Material
Größe und Gewicht
Farbe
Qualität
Besonderheiten

Material

Kerzen unterschieden sich durch die Art des Kerzenwachses maßgeblich voneinander. Die Wachsqualität ist hierbei das wichtigste Kriterium und gibt damit die Auskunft über das Brennverhalten, die Brenndauer und den Preis. Die Gütegemeinschaft der Kerzen kommentiert vorangegangene Aussagen mit den Worten “Alle Brennmassen sind bei sachkundiger Fertigung in der Lage, die Anforderungen an eine gute Kerze zu erfüllen.”

Die Verbreitung im zentraleuropäischen Raum von Kerzenwachs ist sehr deutlich verteilt. Rund 90 Prozent der Kerzen sind aus Paraffin hergestellt. Danach folgen die Stearinkerzen mit einem Anteil von 7 Prozent auf dem europäischen Markt. Das Schlusslicht bilden die Bienenwachskerzen, die schätzungsweise nur 0,5 Prozent der Kerzenherstellung ausmachen.

Paraffin

Als ein Nebenprodukt der Ölindustrie entstand der preiswerte Rohstoff Paraffin. Aus dem fossilen Erdöl gewinnt man durch aufwendiges Raffinieren eine weiße, gereinigte und geruchsfreie Substanz: Das außerordentlich günstige Paraffin. Eher selten wird Paraffin aus dem Brennstoff Braunkohle gewonnen. Etwa drei Viertel aller verkauften Kerzen in Deutschland wurden aus Paraffinwachs hergestellt.

Die handelsüblichen Paraffinkerzen weisen Unterschiede in der Qualität auf. So gibt es schlechtes und sehr billiges Paraffin, das mit Schadstoffen belastet ist. Das Wachs kann aufgrund von fehlerhaften Herstellungsverfahren nicht sauber abbrennen. Krebserregende Stoffe können an die Raumluft abgegeben werden. Wiederum gibt es auch gute und schadstoffgeprüfte Kerzen. Sie brennen gleichmäßig ab und entwickeln fast keinen Ruß.

Daraus lässt sich ableiten, dass Paraffin prinzipiell nicht schlecht ist. Man sollte lediglich auf die Qualität und die Herstellungsart achten. Hochgereinigte Paraffinkerzen weisen somit eine sehr gute Brennqualität auf.

Auch auf wissenschaftlicher Grundlage wurde die Gesundheitsgefährdung der Verbraucher ausgeschlossen. Dazu wurden umfangreiche Abbrandtests vom Biochemischen Institut in Hamburg unternommen. Diese konnten festhalten, dass die Ergebnisse von 20 Kerzen in einem sehr kleinen Raum sich als außerordentlich günstig herausgestellt haben. Außerdem sind Kerzen aus Paraffin diejenigen, die am meisten wissenschaftlich untersucht wurden.

Wegen seiner chemisch-physikalischen Eigenschaften ist Wachs aus Paraffin für alle Herstellungsverfahren geeignet. Unglücklicherweise brennt eine Paraffinkerze rasch ab, da ihr Schmelzpunkt sehr niedrig ist. Dieser liegt bei 45 – 55 Grad Celsius und kann bereits zur Verformung der Kerze führen. Einer höherwertigen Kerze wird häufig Stearin zugemischt, um die Brenndauer zu verlängern und um eine höhere Festigkeit zu erlangen.

Kritiker bemängeln die schlechte Klimabilanz bei der Gewinnung von Paraffin durch Erdöl. Die Horrorszenarien von Öl-Katastrophen sind in aller Welt bekannt. Somit ist Paraffin für die Umwelt nicht sonderlich vorteilhaft. Des Weiteren ist Erdöl nicht unendlich, sprich es ist keine nachwachsende Ressource. Im Punkto Nachhaltigkeit lässt sich leider sagen, dass Kerzen aus Paraffin nicht biologisch abbaubar sind.

Erstmals wurde Ur-Paraffin 1830 entdeckt. 1850 folgte dann endgültig das Paraffin, so wie wir es heute kennen.

Stearin

Der zweitwichtigste Kerzenrohstoff wird aus pflanzlichen oder tierischen Fetten gewonnen und gilt deshalb als Naturprodukt. Das weiße, feste und kristalline Gemisch besteht aus verschiedenen Fettsäuren. Zu den Ausgangsmaterialien von Stearin gehören Palm- und Kokosfett, seltener sind Rindertalg, Rapswachs oder sonstige Fette. Eine reine Stearinkerze ist teuer, da sie tatsächlich nur durch das aufwendige Gießverfahren hergestellt wird.

Früher waren Kerzen aus Stearin weit verbreitet, heute findet man sie eher selten in Deutschland vor. Grundsätzlich sind die hochwertigen Leuchtmittel sehr empfehlenswert. Denn sie brennen langsam und gleichmäßig ab, rußen sehr wenig, sind unverderblich, tropfsicher und ihr Schmelzpunkt liegt bei 60 Grad Celsius. Allerdings ist das harte und spröde Stearin ziemlich bruchempfindlich und kann folglich schnell kaputtgehen.

Um das Bröckeln der stabilen Kerze zu unterbinden, wird häufig Paraffin beigemischt. Eine Kerze, die als Stearinkerze bezeichnet wird, muss mindestens aus 90 Prozent Stearin bestehen. Beim Kauf sollte man zweifellos darauf achten, woher die Rohstoffe kommen. In allen Fällen ist Stearin biologisch abbaubar.

Die vermeintlich sauberen Stearinkerzen enthalten in Deutschland meist das umstrittene Palmöl, welches auf riesigen Plantagen in Südostasien angebaut wird. Auch wenn das Pflanzenfett der Ölpalme als sehr hochwertig gilt, werden riesige Flächen des tropischen Regenwaldes in Ländern, wie Indonesien und Malaysia gerodet und trockengelegt.

Besonders Umweltschützer sehen dies kritisch, da die Vernichtung des Urwalds nicht umweltfreundlich ist. Außerdem wird der Lebensraum vieler bedrohter Tierarten zunichtegemacht. Die Stearinkerzen tierischen Ursprungs sind nur dann nachhaltig, wenn es sich um Schlachtabfälle handelt. Diese Kerzen sind dann jedoch nicht vegan. Am besten ist es, wenn Du Kerzen kaufst, die aus Bio-Palmöl und nachhaltigen Anbau stammen.

Stearin wurde im 19. Jahrhundert zum ersten Mal entdeckt, genauer gesagt im Jahre 1820 und liegt damit sogar knapp vor der Entdeckung des Paraffins.

Bienenwachs

Aus den Waben der Honigbienen lässt sich beim Imkern ein hochwertiges Nebenprodukt herausfiltern. Bei dem natürlichen Stoffwechselprodukt der Honigbiene handelt es sich um das edelste und gleichzeitig älteste Material zur Kerzenherstellung: Das Bienenwachs. Auf dem deutschen Markt gehört es zu der teuersten Wachs-Art und macht dementsprechend nur einen sehr geringen Anteil an Kerzen aus.

Kerzen aus Bienenwachs werden nach traditionellen Verfahren hergestellt. Das Wachs wird an der Bauchseite der Bienen abgesondert, um damit Waben zu bauen. Die gelbe Farbe und der charakteristische Geruch bekommt das Bienenwachs im Laufe der Zeit durch den Kontakt mit den Pollen und dem Honig. Die Jahresproduktion eines Bienenvolkes beträgt in etwa 1 Kilo reines Wachs. Somit ist Bienenwachs ein knappes Gut.

Der Imker gelangt an den Honig, indem er die dünnen Wachsdeckel der Waben herunter kratzt. Anschließend wird das Wachs aus den Waben geschmolzen und durch Filtration gereinigt. Hierbei ist es wichtig darauf zu achten, dass das Bienenwachs aus einer nachhaltigen Produktion stammt. Besonders angenehm ist es, dass eine solche Kerze ohne weitere Duftzusätze einen feinen Geruch nach Honig verbreitet.

Eine Kerze, die als Bienenwachskerze gekennzeichnet ist, muss zu 100 Prozent aus Bienenwachs bestehen. Die Brennmasse darf also keine weitere Beimischung enthalten, denn sehr häufig werden konventionelle Kerzen mit günstigen Paraffin gestreckt. So ist die Echt-Bienenwachskerze eher schlecht für regelmäßige Kezen-Konsumenten geeignet, sondern für diejenigen, die durch seltene Verwendung viel sparsamer mit Kerzen umgehen.

Bienenwachs wird als das beste Ausgangsmaterial für gute Kerzen bezeichnet, da es ein hohes Maß an Qualität mitbringt. Beispielsweise brennt das wunderbare Naturprodukt vollkommen schadstofffrei ab, die Brenndauer ist bei 65 Grad Celsius Schmelztemperatur unglaublich lang und in der Regel brennen sie etwas heller als ab.

Aufgrund ihrer Konsistenz sind Bienenwachskerzen auf einen stärkeren Docht als normale Kerzen angewiesen.
Steigt die Nachfrage nach Bienenwachs zu stark an, muss dieser durch aufwendige Transporte, die die Ökobilanz verschlechtern, importiert werden.

Es gibt die gelben Lichtquellen in vielen Größen, Designs und Formen. Zum Erzielen der besten Ergebnisse werden die meisten von ihnen gegossen oder gezogen, was den Kerzen eine feste und glatte Struktur verleiht. Zusätzlich können Bienenwachsplatten auch dazu verwendet werden, um sie zu einer Kerze zusammenzurollen.

Schätzungsweise wurde Bienenwachs ungefähr im ersten Jahrhundert nach Christus entdeckt und fortan zur Kerzenherstellung verwendet.

Honigbienen füllen ihre Waben auf

Ab einer Temperatur von 20 Grad Celsius ist Bienenwachs knetbar und kann von Hand zu wunderschönen gerollten Kerzen geformt werden.

Alternative Materialien

Hier findest du eine Übersicht für Kerzen, die aus umweltfreundlichen und nachhaltigen Materialien hergestellt werden:

Material Was musst Du dazu wissen?
Sojawachs
  • Wird aus dem Öl der Sojabohne gewonnen (vegan)
  • Hochwertiger als Paraffinkerzen
  • Längere Brenndauer
  • Verbrennt fast rußfrei
  • Niedriger Schmelzpunkt
  • Vollständig biologisch abbaubar
  • Aus nachwachsendem Rohstoff

Manko: Das Soja kommt bislang aus den USA und ist nicht immer gentechnikfrei. Beachte auch die Ökobilanz, denn der weite Transportweg macht ökologische Aspekte schnell zunichte. Am besten ist es, wenn das Soja aus Europa kommt.

Rapswachs
  • Wird aus dem Öl der Rapspflanze gewonnen (vegan)
  • Funktioniert genauso gut mit Sonnenblumenöl
  • Schnell nachwachsender, biologisch abbaubarer Rohstoff
  • Nachhaltiger Anbau in Europa
  • Garantiert ohne Gentechnik
  • Mit Rapswachs kann man sehr gut selbst Kerzen gießen
Biomasse
  • Zur Herstellung werden Öle und Fette aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet, die als Reste in der Nahrungsmittelindustrie anfallen (vegan)
  • Kerze brennt geruchsneutral ab
  • günstiger Preis

Resultat: Kaufe möglichst Kerzen aus heimischen Bio-Rohstoffen.

Größe und Gewicht

Vor Deinem Kerzenkauf solltest Du überlegen, wo Du Deine Kerzen gerne platzieren möchtest. Ist der perfekte Ort gefunden, vergleichst du einfach die Produktabmessungen der Kerze mit dem Stellplatz. Achte darauf, dass sie genügend Platz zu allen Seiten hat, um Brandunfälle zu vermeiden. Bei den Maßangaben handelt es sich bei der ersten Ziffer um die Höhe der Kerze und bei der zweiten Zahl um den Durchmesser.

Kerzen können ganz unterschiedliche Abmessungen haben. So gibt es Kerzen in Teelichtform mit 3 cm Höhe, die praktisch überall Verwendung finden. Und andersrum gibt es riesige Kirchenleuchten mit einer Höhe von 100 cm. Die Kerzenproduktion setzt kaum merkliche Grenzen, was die Variationen an Kerzengrößen und Durchmessern angeht. Die beliebteste Kerzengröße auf dem Markt ist 25 x 7 cm.

Pauschal kann man keine genauen Aussagen über das Gewicht von Kerzen machen, da das Gewicht maßgeblich von der Wachs-Art abhängig ist. Qualitative Kerzen sind deutlich schwerer als Billig-Kerzen. Die Gewichtsklassen bei Kerzen reichen von Fliegengewicht bis hin zu Schwergewicht. Ein kleines Teelicht wiegt beispielsweise 15 g und eine riesige Stumpenkerze kann schnell über 2000 g wiegen.

Während dem Verbrennen einer Kerze wird das Gewicht immer leichter, da das Wachs zunehmend verdampft. Eine grundsätzliche Regel lautet: Je schwerer der Beleuchtungskörper bei gleicher Größe ist, desto länger brennt er auch.

Farbe

Wer die gewöhnliche weiße Kerze als zu eintönig und langweilig befindet, greift gerne zu den bunten Variationen. Für das Färben von Kerzen werden fettlösliche Farbpigmente dem flüssigen Wachs zugesetzt. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal bei den farbigen Lichtquellen ist, dass zwischen getauchten und durchgefärbten Kerzen differenziert wird.

Getauchte Kerzen

Eine preiswerte Kerze ist umgeben mit einem Farbmantel. Die vorerst weiße Kerze wird in ein Gemisch aus Tauchwachs und Pigmentfarben getunkt und erhält durch diese Technik einen bunten Farbmantel. Solange es sich bei diesem Mantel um Wachs handelt, ist dies eine durchaus hochwertige Kerze. Abzuraten ist von besonders billigen Kerzen mit Lacküberzug oder solchen, die mit einer Folie beschichtet sind.

Gerne werden Motivkerzen mit Folien beklebt und Gold bis silberfarbene Kerzen mit Lack besprüht. Auch wenn diese Lichtquellen einen besonders strahlenden Effekt erzielen, ist hierbei jedoch äußerste Vorsicht geboten. Die Folien und Lacken enthalten fast immer gesundheitsunverträgliche Stoffe. Beim Abbrennen der Kerze bildet sich eine sehr hohe Schadstoffbelastung.

Durchgefärbte Kerzen

Eine erstklassige Kerze ist durchgefärbt. Sie ist beim Abbrennen optisch viel hübscher, denn sie bleibt im Verbrennungsprozess durchweg gleichfarbig. Das macht sie auch deutlich hochpreisiger, als eine in Farbe getränkte Kerze. Normalerweise sind Kerzen aus Stearin oder Paraffin weiß. Damit sie vollständig eingefärbt sind, wird zur Herstellung ausschließlich bunter Wachs verwendet.

Beachte, dass eine solche Kerze im Dunkeln gelagert werden sollte, da sie nicht UV-beständig ist. Außerdem färbt eine bunte Kerze gerne auf ihre direkte Umgebung ab. Die fettlöslichen Pigmente des Farbstoffes können auf unmittelbar angrenzende Gegenstände oder Stoffe übergehen. Es können unschöne Flecken verursacht werden.

Der bevorzugte Lösungsweg ist jedoch eine ungefärbte Kerze, denn diese brennt am besten. Die enthaltenen Farbstoffe in einer Kerze können das Brennverhalten negativ beeinflussen und den Docht verstopfen.

Qualität

Hier haben wir Dir die wichtigsten Merkmale dargelegt, anhand denen Du eine qualitative Kerze ausmachen kannst.

Haltbarkeit

Kerzen halten sich ewig. Sie sind praktisch unbegrenzt haltbar. Bei einer sachgemäßen Lagerung leidet die Qualität der Kerze überhaupt nicht. Es erweist sich als sinnvoll, die Kerzen bei Raumtemperatur trocken und liegend aufzubewahren. So besteht weder Bruch- noch Verformungsgefahr. Das Abbrennen nach langer Lagerung funktioniert problemlos und eine lange gelagerte Kerze brennt sogar länger als eine nagelneue Kerze.

Gegensätzlich kann es bei Duftkerzen schon einmal passieren, dass der Duft etwas verloren geht. Bei der Lagerung von mehreren Duftkerzen mit gemischten Duftnoten kann es schnell passieren, dass der Geruch der “Nachbarskerze” aufgenommen wird. Hier sind luftdichte Verpackungen das Mittel zum Zweck. Damit kann die Duftübertragung verhindert werden.

Brenndauer

Das langsame und gleichmäßige Herunterbrennen zeichnet eine gute Kerze aus. Die Angaben vom Hersteller über die Brenndauer einer Kerze stimmen meist nicht und erweisen sich als wirklichkeitsfern. Von vielen Einflüssen hängt die Brenndauer letztendlich ab. Dazu gehören Raumluft, Wind, Zusätze im Wachs, Dochtlänge und andere Faktoren.

Der durchschnittliche Wachsverbrauch einer Kerze beträgt in einer Stunde ungefähr sieben bis zehn Gramm ihrer eigenen Masse. Dies ist unabhängig von Herstellungsmethode und Kerzendurchmesser. Eine Kerze aus Paraffin verbrennt sieben bis acht Gramm und eine Stearinkerze circa sechs bis sieben Gramm ihrer Masse pro Stunde. Der Wachsverbrauch bei Bienenwachskerzen ist noch etwas niedriger.

Pauschal kann man sagen, dass die Brenndauer maßgeblich von der Kerzendicke, also von der Menge des Wachses, abhängig ist. Ein niedriger Schmelzpunkt erhöht ebenfalls die Brenndauer, so wie es bei ökologischen Sojawachs-Kerzen der Fall ist. Zudem kann eine Kerze aus Bienenwachs fast doppelt so lange brennen wie eine Paraffinkerze.

Sobald einige Kerzen zu dicht beieinander stehen, entwickelt sich viel Wärme. Sie beginnen schneller abzubrennen und sich zu verformen. Um das zu verhindern, solltest Du zwischen Deinen Kerzen einen Abstand von 10 cm wahren.

Wir haben für Dich einen kleinen Versuch zur Brenndauer von Kerzen angestellt. Mithilfe eines Brenndauer-Rechners haben wir drei Kerzen gleicher Größe miteinander verglichen.
Dazu nahmen wir drei Stumpenkerzen aus unterschiedlichen Materialien: Stearin, Paraffin und Bienenwachs. Damit stellen wir die uneinheitlichen Brenndauern gegenüber. Wir gehen davon aus, dass alle Kerzen bei einem Durchmesser von 4 cm etwa 9 cm hoch sind.

Art der Kerze Brenndauer
Paraffinkerze 13 Stunden 34 Minuten
Stearinkerze 16 Stunden 11 Minuten
Bienenwachskerze 26 Stunden 52 Minuten

Falls Du auch gerne die Brenndauer Deiner Kerzen bestimmen möchtest, gelangst du hier zur Webseite des Online-Rechners. Bei den Angaben handelt es sich um Idealwerte, also eine gute Abschätzung der ungefähren Brenndauer. Erfahrungsgemäß brennen die Kerzen jedoch etwas kürzer, was von den äußeren Einflüssen abhängt.

Docht

Ein Docht besteht aus einem geflochtenen Baumwollgarn. Zunächst werden die langfaserigen Dochte gereinigt, gebleicht, vorgewachst und dann chemisch präpariert. Hierdurch wird eine Prävention vor Nachglühen des Dochtes geschaffen. Nach Verlöschen der Flamme kann es sonst passieren, dass sich die Kerze selbst wieder entzündet.

Zentrale Aufgabe des Dochtes ist es das flüssige Wachs zur Dochtspitze zu befördern. Dabei ist es aber äußerst wichtig, dass der Docht auf Kerzen-Abmessung, Kerzen-Form, Wachs-Art und das Herstellungsverfahren richtig abgestimmt ist. Dies kann seine Saugfähigkeit beeinträchtigen. Sollte eine Kerze stark rußen, ist es immer empfehlenswert den Docht auf eine Länge von 1 cm zu kürzen.

Die Krümmung des Dochtes wird durch die Art der Docht-Flechtung festgelegt. Diese bestimmt die Form und Größe der Kerzenflamme. Die heutigen Kerzen enthalten Dochte, die asymmetrisch geflochten sind. Entscheidend ist dabei, dass die Dochtspitze zur Seite gekrümmt ist, um die optimale Sauerstoffmenge für die Flamme zu erhaschen. Ist dies nicht der Fall, kommt es zu einer starken Rußbildung.

Allgemein gilt: Je dicker die Kerze, desto dicker muss der Docht sein.

RAL-Gütezeichen

Worauf es bei Kerzen hauptsächlich ankommt, ist die Qualität. Niemand möchte beim Kerzenkauf die Katze im Sack erwischen. Um den Kunden ein sichtbares Qualitätssiegel liefern zu können, wurde vom Verband deutscher Kerzenhersteller e.V das RAL-Gütezeichen ins Leben gerufen. In dieser Gütegemeinschaft haben sich 28 Kerzenhersteller zusammengeschlossen, um Kerzen eingehend zu überprüfen.

Das RAL-Gütezeichen lässt durch einen kurzen Blick erkennen, ob es sich um geprüfte Qualität handelt. In Zusammenarbeit mit der Prüfgesellschaft Dekra werden neutral kontrollierte Tests durchgeführt. Eine Kerze erhält nur dann das Gütezeichen, wenn sie die technischen und optischen Kriterien erfüllt. Die ständige Einhaltung dieser strengen Anforderungen wird durch die Dekra überwacht.

Der Gütestandard wird anhand folgender Kriterien garantiert:

  • Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit
  • Ruß- und Rauchverhalten
  • Brennverhalten
  • Material
  • Aussehen
  • Tropffestigkeit
  • Nachglühen des Dochtes

Grob gesagt legt die Gütegemeinschaft fest, ob die getesteten Kerzen einen hohen Gebrauchswert aufzeigen können.

Eine Kerze, die als “RAL-Gütezeichen Kerze” gekennzeichnet ist darf keine gesundheitsschädigenden Stoffe wie Schwermetalle, Schwefel und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe aufweisen. Zudem soll der Anteil an Blei und Nickel nicht zu hoch sein. Diese bedenklichen Stoffe dürfen nur in begrenzten Mengen vorkommen.

In Deutschland tragen 70 Prozent der angebotenen Kerzen die RAL-Kennzeichnung. Für Kunden die eine gleichbleibende und verlässliche Kerzen kaufen möchten bedeutet die Qualität ein vielfaches mehr als der ausgeschriebene Produktpreis. Denn vor dem Kauf kann man einer Kerze schlecht ansehen aus welchen Bestandteilen sie besteht.

Besonderheiten

Was gibt es für Alternativen zu einer klassischen Kerze? Welche außergewöhnlichen Kerzen gibt es eigentlich zu kaufen? Und welche Sicherheitshinweise muss ich bei der Benutzung mit Kerzen beachten? Diese besonderen Informationen zu dem beliebten Leuchtmittel klären wir hier in diesem Abschnitt.

Alternativen

Als grundsätzliche Alternative für die typische Kerze gilt die LED-Kerze. Sie macht der gewöhnlichen Kerze ordentlich Konkurrenz durch ihr erhöhtes Maß an Sicherheit, das sie bieten kann. Außerdem besticht sie mit ihrer unglaublichen Ähnlichkeit zu einer “normalen” Kerze. Teilweise sind die zwei Kontrahenten kaum noch auseinander zu halten.

Wer aber eine Alternative sucht, die mit einer richtigen Flamme brennt, ist an dieser Stelle genau richtig. Wir nehmen Fackeln und Öllampen genauer unter die Lupe.

Unter einer Fackel versteht man einen Beleuchtungskörper, der die Form eines langen Stabes trägt. Um das obere Ende der Fackel ist eine Schicht mit brennbarem Material gewickelt. Sobald dieses entzündet wurde, brennt die Fackel allmählich nach unten ab. Herkömmlich nutzt man eine Fackel als leuchtende Deko, wenn es beginnt zu dämmern.

Eine Fackel eignet sich nicht nur prima als Deko, sondern taucht auch einen gesamten Außenbereich in ein stimmungsvolles Licht. Ein entspannter Abend im Garten oder eine Feierlichkeit bekommt mit Fackeln ein schönes Ambiente verpasst. Idealerweise stellt man ein Ensemble von 3 bis 4 Fackeln zusammen.

Unter einer Öllampe versteht man einen Beleuchtungskörper, der mit Öl als Brennmaterial betrieben wird. Öllampen sind ein antikes Gut, das bis heute noch Gefallen bei einer Vielzahl von Menschen findet. Die Verwendung von Öllampen hat eine große Tradition und reicht über 10.000 Jahre zurück und ist damit deutlich älter als unsere wohlbekannte Kerze. Die ersten Lampen waren mit Tierfetten gefüllt.

Die Leuchte, wie wir sie aus dem Märchen Aladin kennen, wird heutzutage nach den neuesten Fertigungsmethoden produziert und Ruß, Rauch & Ölgeruch können längst vergessen werden. Stattdessen können Öllampen mit den unterschiedlichsten Duftstoffen befüllt werden, um den orientalischen Gerüchen aus Märchen, wie Tausendundeine Nacht, nachzuhängen. So eignen sich Öllampen wunderbar für gemütliche Stunden am Abend.

Außergewöhnliche Kerzen

Du suchst nicht nur nach einer außergewöhnlichen, sondern auch nach einer einzigartigen Kerze? Dann wirst Du hier ganz bestimmt fündig. Denn diese Kerzen können nicht nur toll brennen, sondern haben auch einen Nutzen für Dich. Da alle guten Dinge drei sind, präsentieren wir Dir genau drei außergewöhnliche Kerzen, die Du vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm hattest.

Eine Anti-Mücken-Kerze ist ein altbewährtes Hausmittel gegen unerwünschte Insekten. Besonders bei Terrassenpartys unter dem Sternenhimmel möchte keiner von einer lästigen Mücke zerstochen werden. Genau deshalb wurden spezielle Citronella Kerzen erfunden, die herrlich nach Zitrone oder Limone duften. Eine Mücke reagiert sehr empfindlich auf den Kerzenrauch und hält sie effektiv fern. So wirkt die Kerze ähnlich wie Räucherstäbchen.

Eine Ohrenkerze ist eine trichterförmige Hohlkerze, die zur Ohrreinigung, Entspannung und Bekämpfung von Ohrgeräuschen eingesetzt wird. Die besagte Kerze besteht aus Bienenwachs, ätherischen Ölen, pulverisierten Pflanzenteilen und Mull. In einer Behandlung wird die Ohrenkerze in den äußeren Gehörgang gesetzt. Dadurch entsteht ein leichter Unterdruck, der für eine sanfte Massage des Trommelfells sorgt.

Eine Siegelkerze ist eine stangenförmige Kerze, die zum Verzieren und Verschließen von Briefen verwendet wird. Damit kann man eine Botschaft äußerst elegant verwahren. Um ein sogenanntes Siegel zu kreieren, musst Du Deine Siegelkerze anzünden und warten bis sich das Wachs zu verflüssigen beginnt. Danach lässt Du das Wachs auf den Brief tropfen und versiegelst das ganze mit einem Siegelstempel. Es bleibt ein mattes Siegel zurück.

Sicherheitshinweise

Auch wenn eine anmutige Kerze nicht den Anschein erweckt, dass sie gefährlich sein könnte, ist trotzdem Vorsicht geboten. Eine Kerze kann sehr schnell zur Gefährdung von Kindern, entflammbaren Materialien und der eigenen Gesundheit werden. Deshalb gilt: Lasse eine Kerze niemals unbeaufsichtigt stehen! Zudem solltest Du eine Kerze immer außer Reichweite von Tieren und Kindern brennen lassen.

Damit Brandgefahren vorgebeugt werden können, erobern die beliebten Sicherheitskerzen unsere Märkte. Dabei handelt es sich um eine selbstlöschende Kerze, die mit einem Brennteller versehen sind. Am Boden der Kerze befindet sich eine Durchbrandsperre, die das Übergreifen der Flamme auf umliegende Textilien ausschließt. Nach Abbrennen der Kerze sackt der Docht in die Aluscheibe und erlischt durch das flüssige Wachs vollständig.

Bei der Benutzung einer Kerze geschieht immer ein Verbrennungsprozess, der mit einer Verschlechterung der Raumluft verbunden ist. Es wird einiges an Sauerstoff verbraucht und es entstehen Schadstoffe und Feinstaub. Die verschlechterte Luftqualität ist nach Ansicht von Verbraucherschützern so gering, dass sie nicht weiter bedenklich ist.

Dennoch muss sich vor Augen gehalten werden, dass Feinstaubpartikel und Stickstoffoxide in die Luft steigen und eingeatmet werden. Sobald eine Kerze der Zugluft ausgesetzt wird erhöht sich Anzahl der Gefahrstoffe erheblich. Aufgrund dessen ist es zu beachten die Raumluft vor und nach dem Abbrennen von Kerzen durch Lüften auszutauschen.

Welche Marken stellen qualitative Kerze her?

Auf der Suche nach einer qualitativ hochwertigen Kerze verliert man bei der riesigen Auswahl schnell den Überblick. Damit Du die richtige Kerze findest, haben wir für Dich eine kleine Übersicht erstellt, die Dir die besten Kerzen-Marken aufzeigt:

  • Yankee Candle
  • Papstar
  • Bolsius
  • Wenzel
  • Rituals
  • Ikea

Hierbei handelt es sich um bekannte und bewährte Marken, die schon seit vielen Jahrzehnten oder sogar seit Jahrhunderten Kerzen herstellen und verkaufen. Die entsprechende Expertise ist infolgedessen gewährt. Für maximale Vielfalt haben wir nicht nur heimische Marken, sondern auch Firmen von Übersee herausgesucht.

Laut dem europäischen Kerzenverband verbraucht jährlich jeder Mensch in Deutschland durchschnittlich 2,4 kg Kerzen. In den skandinavischen Ländern sind es hingegen schon rund 6 kg Kerzen pro Kopf.

Wo kann man eine Kerze kaufen?

Die Möglichkeiten zum Kauf einer Kerze sind relativ groß, denn sie sind nahezu überall erhältlich. Die Regale sind gefüllt mit entzückenden Kerzen-Modellen, sei es in der Drogerie, im Baumarkt oder in der Parfümerie. Natürlich sind die tollen Leuchtmittel auch ganz klassisch in Supermärkten vorzufinden. Die wohl breitgefächerte Auswahl gibt es in Deko-Geschäften aller Art. Hier eine Auflistung von Kerzenhändlern:

  • Drogerie: Dm, Rossmann, Müller
  • Baumarkt: Globus, Bauhaus, Hornbach, Toom, Obi
  • Parfümerie: Douglas, Rituals, Pieper
  • Supermarkt: Rewe, Edeka, Globus, Metro
  • Deko-Geschäft: Depot, Butlers, Nanu Nana, Tedi, Maison du Monde
  • etc.

Außerdem gehört das Einrichtungshaus Ikea zu den Spitzenreitern, was den Verkauf von Kerzen angeht. Insbesondere Teelichter sind bei dem Möbelgiganten der Renner schlechthin. Fast jeder Kunde bei Ikea greift bei seinem Einkauf zu einem Hunderterpackung der günstigen Teelichter und legt sie in den Einkaufswagen.

Empfehlenswert ist es Kerzen in einem lokalen Geschäft zu erwerben, da man dort die Kerze anfassen kann, an ihr riechen kann oder die Verarbeitung besser sieht. Der Nachteil daran ist, dass die Auswahl nicht ansatzweise so groß ist, wie es im Internet der Fall ist.

Das erheblich größere Sortiment in Online-Shops macht ordentlich Eindruck. Der Onlineversandhändler Amazon oder auch das Online-Geschäft von Depot verkaufen reichlich Kerzen. Besonders im Trend sind neuerdings handgefertigte Kerzen, wie man sie auf Etsy finden kann. Etsy ist eine E-Commerce-Webseite für selbstgemachte Produkte.

Wichtiges Zubehör für die Kerzen

Eine Kerze benötigt nicht viel Zubehör, da sie sehr pflegeleicht ist. Und in der Regel bekommt man dieses Zubehör zu ziemlich günstigen Preisen. Im Folgenden stellen wir Dir ein paar Dinge vor, die Du beim Umgang mit Kerzen gut gebrauchen kannst.

Kerzenständer

Grob gesagt, ist ein Kerzenständer eine Aufstellmöglichkeit für Kerzen. Bereits zwischen dem 2. und 3. Jahrhundert gab es schon Kerzenhalter. Damals waren sie sehr wertvoll und galten als Statussymbol für den Besitzer.

Der Zweck eines Kerzenständers ist es den Untergrund vor tropfendem Wachs zu schützen, eine Kerze über längere Strecken zu transportieren und sie vor dem Umfallen zu bewahren. Mittlerweile rückt der dekorative Zweck immer mehr in den Vordergrund.

Kerzenständer werden aus vielfältigen Materialien hergestellt, die nicht brennbar sind. So ein Kerzenleuchter kann aus Metall, Holz, Porzellan, Glas oder Kunststoff gefertigt sein. Wichtig ist, dass der Fuß des Ständers schwerer als der Rest ist. Kerzenleuchter können auf Tischen und Kommoden platziert werden. Die großen Varianten, die bis zu 120 cm hoch sind, kann sogar auf dem Boden errichtet werden.

Auf einen Kerzenständer lassen sich entweder Stab- oder Stumpenkerzen befestigen. Ein mehrarmiger Kerzenständer ermöglicht es gleich mehrere Kerzen aufstecken. Wenn Du gerade mal keinen Kerzenleuchter zur Hand hast, kannst Du eine leere Glasflasche für Stabkerzen und eine feuerfeste Keramikschale für Stumpenkerzen umfunktionieren.

Anzündhilfe

Vielmals kommt die Frage auf, womit man eine Kerze denn nun anzünden soll. Auf der einen Seite gibt es das Feuerzeug und auf der anderen Seite gibt es die Streichhölzer. Welche der beiden Alternativen ist aber nachhaltiger? Und welche solltest Du nutzen?

Bei Feuerzeugen unterscheidet man grundsätzlich zwischen Gas-, Lunten- und Benzinfeuerzeugen. Sie werden aus Plastik hergestellt und sind schon für ein paar Euros an der Supermarktkasse erhältlich. Eine weitere Unterscheidung ist, ob das Feuerzeug nachfüllbar ist. Bei den ersten zwei Modellen trifft dies zu. Aber bei dem Benzinfeuerzeug handelt es sich um ein Einwegfeuerzeug, das nach Gebrauch weggeworfen wird.

Das Recycling von Wegwerf-Feuerzeugen gestaltet sich als schwierig, weshalb sie auf dem Müll landen. Daher ist es sinnvoll ein Feuerzeug zu kaufen, dass sich immer wieder nachfüllen lässt. Eine neue Möglichkeit für Nachhaltigkeit ist das Feuerzeug mit Lichtbogen, das durch Strom immer wieder aufgeladen werden kann. Dieses Feuerzeug kostet schnell das vierfache gegenüber dem Normalen, ist aber im Umkehrschluss viel langlebiger.

Auf dem ersten Blick scheinen Streichhölzer umweltfreundlicher zu sein, da sie aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz bestehen. Daher ist auch die Entsorgung unproblematisch. Bei dem verwendeten Holz lässt sich jedoch nicht eindeutig sagen, ob es tatsächlich aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft stammt. Im Schnitt ist eine Streichholzpackung vom Preis-Leistungs-Verhältnis sogar teurer als ein Feuerzeug.

Zwar werden zur Herstellung des Zündkopfes nicht nachwachsende Ressourcen verwendet, aber dies ist nichts im Vergleich zu dem Verbrauch bei Plastik-Feuerzeugen. Insofern haben Streichhölzer die Nase vorne. Besonders gut sind Öko-Zündhölzer, da diese ausschließlich aus Recycling-Karton hergestellt werden.

Tatsächlich wurde das Feuerzeug vor dem Streichholz erfunden. Und zwar 1823 von dem deutschen Chemiker Johannes Wolfgang Döbereiner in der Universität bei Jena. Vier Jahre später erfand ein englischer Apotheker das erste funktionierende Streichholz.

Kerzenlöscher

Unter Verwendung eines Kerzenlöschers sind Kerzenflammen schnell und einfach gelöscht. Das sogenannte Löschhütchen ist ein Gerät aus Metall, das an einer kleinen Stange angebracht ist. Sobald das Hütchen über die Flamme gestülpt ist, wird der enthaltene Sauerstoff vollständig verbraucht und die Kerze erlischt. Das Hütchen ist meist in der Figur einer Glocke geformt und gestaltet das Löschen somit ziemlich unkompliziert.

Im Gegensatz zum Ausblasen bietet ein Kerzenlöscher den Vorteil, dass kein heißes Wachs umherspritzen kann. Mit dem schlichten und funktionellen Werkzeug läuft man der Gefahr nicht aus sich an Mund, Fingern oder gar den Haaren zu verbrennen. Außerdem entsteht beim Löschen kaum Wachsdampf oder Ruß. Mit einem langen Kerzenlöscher ist es möglich auch weit entfernte Kerzen, wie zum Beispiel in der Kirche, zu erreichen.

Die Verwendung eines Kerzenlöschers geht bis in das Alte Testament zurück und hat sich bis heute etabliert. Besonders beliebt sind solche aus Edelstahl, Messing oder Silber. Dabei sind vor allem Kerzenlöscher mit drehbarem Kopf praktisch, da sie Kerzen problemlos aus diversen Positionen löschen können. Die Alternative zu diesem Flammentöter ist die sogenannte Kerzenlöscher-Zange.

Wie brennt eine Kerze?

Sobald Du eine Kerze an ihrem Docht angezündet hast, brennt sie. Die Wärme der Flamme erhitzt allmählich das Wachs in der Kerze. Ein Bruchteil des Wachses wird flüssig und steigt am Docht hinauf. Es wird in Kohlenstoff und Wasserstoff umgewandelt. Unter dem Fachbegriff “Kapillarkraft” versteht man den Vorgang des Wachs-Transportes.

Die winzigen Teilchen aus Kohlenstoff sind so heiß, dass sie als helles Licht glühen. Allerdings können die brennenden Kohlenstoffteilchen nur dann brennen, wenn genügend Sauerstoff vorhanden ist. Allein das Überstülpen eines Glases über die Kerze, bringt diese zum Erlischen, da kein Sauerstoff mehr zugefügt werden kann.

In einer Kerzenflamme gibt es vier unterschiedliche Zonen:

Zone Was passiert in dieser Zone?
 1 Das Wachs wird stellenweise flüssig, verbrennt aber noch nicht. Bei 700 Grad Celsius steigt das Wachs am Docht hinauf und bildet Dampf.
2 Von außen kommt Sauerstoff hinzu und das Wachs verbrennt. Bei 1000 Grad Celsius entstehen Kohlenstoff und Wasserstoff.
3 Das Wachs zersetzt sich in Kohlenstoff und Wasserstoff. Der Kohlenstoff verglüht, während der Wasserstoff verdampft. Bei 1200 Grad Celsius lebt das helle Licht der Flamme auf.
4 Bei nicht vollständiger Verbrennung der Kohlenstoffteilchen entsteht der unbeliebte Ruß. Die Temperatur beträgt hier 1400 Grad Celsius.

Sobald eine Kerze ausgeblasen wird, schiebt die gepustete Luft das Wachs vom Docht weg. Die Folge ist, dass der Docht erkaltet und kein flüssiges Wachs mehr aufsteigen kann. Es bildet sich kein Wachsdampf zum Verbrennen mehr nach. Bewundernswert ist jedoch, dass man den Dampf kurz nach Verglühen der Kerze wieder zum Brennen bringen kann, indem man ihn anzündet. Diesen Vorgang bezeichnet man als Rauchdurchzündung.

Kleines Mädchen zündet Kerzen in der Kirche an

In Kirchen verwendet man ganz traditionell Streichhölzer zum Anzünden der Kerzen.

Wie werden Kerzen hergestellt?

Das Herstellungsverfahren entscheidet darüber, wie lange und gleichmäßig eine Kerze abbrennt. Somit ist das Verfahren sogar wichtiger als die Art des Kerzenwachses. Bei der Kerzenproduktion gibt es drei Hauptverfahren. Dazu zählen das Pressverfahren, das Gießverfahren und das Ziehverfahren. Nachkommend werden wir Dir diese Produktionsverfahren kurz und knapp erklären.

Pressverfahren

Kerzen, die im Pressverfahren industriell hergestellt werden, sind am billigsten. Hierbei wird loses Paraffinpulver oder Praffingranulat mit einem Docht unter hohem Druck in eine Kerzenform zusammengepresst. Das Pressen des Paraffins findet mithilfe einer Strang- oder Stempelpresse statt.

Bei der Strangpresse entsteht ein endloser Strang, der anschließend maschinell zur gewünschten Kerzenlänge geteilt wird. Hiermit werden insbesondere Stumpen- oder Altarkerzen hergestellt. Um diese zu färben, werden sie danach mit flüssigem Farbwachs übergossen. Mit der Stempelpresse sind große Mengen schnell produziert. Darunter fallen zum Beispiel Teelichter und Stumpenkerzen.

Das Wachs wird in der Herstellung nicht erwärmt. Bei diesem Produktionsverfahren wird viel Luft in die Kerze gebracht. Mit wenig Material entsteht viel Volumen. Die Folge ist nun, dass die Kerze durch die kleinen Luftblasen schneller abbrennt. Eine gepresste Kerze identifiziert man durch die körnige und sandartige Struktur an der Unterseite. Ein solches Leuchtmittel ist gewichtsmäßig viel leichter als seine Rivalen.

Gießverfahren

Etwas besser sind Kerzen, die mit dem Gießverfahren hergestellt werden. Zuallererst wird das Wachs erwärmt. Fast immer wird hierzu Stearin verwendet, eher selten wird noch Bienenwachs untergemischt. Anschließend wird das flüssige Wachs in Formen aus Kautschuk oder Glas gegossen. In diese wurde vorab ein Docht eingespannt.

Dieses Verfahren ist besonders beliebt, da man damit ziemlich ausgefallene Kerzenformen gießen kann. Mit diesem Herstellungsverfahren produziert man beispielsweise Kerzen, die die Form eines Sternes, einer Muschel oder einer Skulptur besitzen. Kreatives Ausleben ist hier garantiert. Außerdem lassen sich damit durchgefärbte Kerzen herstellen. Eine gegossene Kerze brennt länger als eine gepresste und ist auch deutlich schwerer.

Ziehverfahren

Am besten sind jedoch Kerzen, die traditionell gezogen wurden. Hierfür wird ein Dochtstrang zwischen zwei Rundlauf-Trommeln immer wieder in ein flüssiges Wachsbad getaucht. Bei jedem Durchgang nimmt der Docht eine weitere Schicht des Wachses auf. Zwischen den verschiedenen Durchläufen kühlen die Wachsschichten jeweils kurz ab. Die Kerze wächst, bis der gewünschte Durchmesser erreicht wurde.

Der einige hundert Meter lange Docht, der nun von einer dicken Wachsschicht umgeben ist, gelangt im nächsten Schritt zur Schneidemaschine. Der Wachsstrang wird auf eine festgelegte Kerzenlänge gekappt. Nun werden Kerzenkopf und Kerzenfuß in die gewünschte Form gebracht. Et voilá: Die fertige Kerze ist bereit zum Verkauf.

Eine Kerze aus dem Ziehverfahren ist entsprechend teuer, da die Anfertigung sehr aufwendig ist. Dafür brennen sie besonders lange und gleichmäßig. Überwiegend wird das Kerzenziehen für Kirchenkerzen oder einfache Haushaltskerzen angewendet. Nach dieser Methode ist der Beruf des Kerzenziehers entstanden.

Sodass Du einen kleinen Einblick in die Kunst des Kerzenziehens bekommst, haben wir Dir ein interessantes Video herausgesucht:

Kerzen Test-Übersicht: Welche Kerzen sind die Besten?

Weil eine Kerze ein wichtiges Gadget für ein gemütliches Zuhause ist, haben wir für Dich eine Übersicht zu Testberichten erstellt. Hierbei haben wir die wichtigsten Testmagazine durchsucht und Dir alles auf einen Blick zusammengefasst.

Testmagazin Kerzen Test vorhanden? Veröffentlichungs-Jahr Kostenloser Zugang Mehr erfahren
Stiftung Warentest Ja, es wurde ein Test gefunden. 2016 Ja Hier klicken
Öko Test Nein, es wurde kein Test gefunden.
Konsument.at Ja, es wurde ein Kurztest zu Grabkerzen gefunden. 2013 Ja Hier klicken
Ktipp.ch Ja, es wurde ein Test zu Christbaumkerzen gefunden. 2001 Nein Hier klicken

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Kerzen

Anknüpfend werden hier alle relevanten Fragen zum Thema Kerzen für Dich beantwortet.

Seit wann gibt es Kerzen?

Es wird geschätzt, dass die Erfindung der Kerze bereits mehr als 5000 Jahre zurückliegt. Wer die Kerze erfunden hat, ist unbekannt. Damals gab es aber nicht die Kerzen, wie wir sie heute kennen. Sie bestanden damals aus einem Stroh-Docht, der in Fett und Talg getunkt wurde. Beim Abbrennen dieser Ur-Kerzen entstanden ranzige Gerüche, die für die spendende Wärme und das Licht von den Menschen gerne in Kauf genommen wurden.

Die darauffolgende Weiterentwicklung der Kerze wird den Römern zugeschrieben. Sie entwickelten niedrige Kerzen, die fast gar nicht mehr rußten und auch der lästige Geruch blieb aus. Darauf folgten Bienenwachskerzen, die im Mittelalter erfunden wurden. Zu diesen Zeiten wurde die Kerze als wichtiges Handelsgut betrachtet und galt als wertvoll, sodass sie dem Adel und dem Klerus vorbehalten wurde.

Erst im 19. Jahrhundert entdeckten zwei Chemiker die Rohstoffe Paraffin und Stearin. Durch die industrielle Herstellung wurden die Kerzen auch für das Volk erschwinglich. Von dort an ähneln die Kerzen unseren heutigen schon sehr stark. Mit der Erfindung der Glühlampe im Jahre 1879 verlor die Kerze deshalb etwas an Bedeutung. Dafür ist sie heute umso beliebter. In der heutigen Zeit dienen Kerzen nur noch dem dekorativen Zweck.

Anlässe für Kerzen?

Für Kerzen gibt es viele Anlässe. Gerne werden sie auf besonderen Feiern eingesetzt. Egal wie beiläufig eine Kerze eigentlich ist, darf sie niemals fehlen. Entsprechende Feiern mit unbedingter Anwesenheit von Kerzen sind Geburtstage, Taufen, Kommunion, Konfirmation, Hochzeit, Ostern, Weihnachten und noch viele weitere. An Silvester gehören die typischen Wunderkerzen zum Standardprogramm wie Raketen und Feuerwerk.

Es fällt auf, dass besonders kirchliche Anlässe für ein regelrechtes Kerzenmeer sorgen. So gehören Kerzen beim Gottesdienst oder der Trauerfeier einfach dazu. In fast allen Religionen gilt das Kerzenlicht als ein Zeichen der inneren Sammlung. Doch bedarf es beim Anzünden der Kerze nicht immer einen Anlass. Oft dienen sie zu Hause als Ruhepol der Entspannung und leuchten munter in vielen Gärten zur Sommerzeit.

Wie kann man Kerzen selbst herstellen?

Nach all dem informativen Input, den Du hier bereits über Kerzen erhalten hast, kribbelt es Dir bestimmt in den Fingerspitzen nun auch eine Kerze selbst herzustellen. Wir haben Dir drei verschiedene Anleitungen zu Kerzen-DIY´s erstellt.

Kreativität vorprogrammiert: Aus Gießformen und Wachswürfeln werden Kerzen

  1. Besorge Dir vorab eine Gießform, Wachsgranulat und einen Docht
  2. Bereite die Gießform mit dem Docht vor: Meist ist in der Form eine Aussparung für den Docht vorgesehen. Fixiere den Docht mit mehreren Gummis und achte darauf, dass er sehr gerade gespannt ist.
  3. Erhitze nun das Wachs bis es sich verflüssigt und lasse es für einen Moment auf 70 – 80 Grad Celsius abkühlen
  4. Gieße genügend Wachs in die Form, denn beim Aushärten zieht sich das Wachs ein wenig zusammen
  5. Wenn die Kerze über Nacht ausgehärtet ist, kann sie vorsichtig aus der Form entnommen werden
  6. Kürze den abstehenden Docht auf der Ober- und Unterseite der Kerze

Aus Alt mach Neu: Hier werden Deine alten Kerzen upgecycelt

  1. Sammele alte Kerzenreste zusammen
  2. Lasse einen Eistiel aus Holz für 2 bis 3 Tage in Olivenöl einwirken
  3. Nehme Dir ein leeres Einmachglas zur Hand und spanne zwei Klebebandstreifen um die Öffnung des Glases und stecke den Holzstiel dazwischen
  4. Zerkleinere die Kerzenreste und fülle sie in eine Konservendose, um sie anschließend zu erhitzen, bis eine flüssige Wachs-Menge entsteht
  5. Fülle das Wachs in das Einmachglas und lass das ganze abkühlen
  6. Nun kannst Du den Holzdocht kürzen und das Einmachglas mit Schnüren und Blumen dekorieren
Mehrere Kerzen werden von einer Frau selbst hergestellt

Nachdem die Kerze erst einmal durchgehärtet ist, kann man bei der Dekoration seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Twisted Candles: Verpasse Deinen Stabkerzen mehr Pep

  1. Verwende ausschließlich durchgefärbte Kerzen
  2. Lege Deine Kerzen circa 10 Minuten in warmes Wasser
  3. Walze die Stabkerzen mit einem Nudelholz platt, aber achte darauf das Kerzenende auszulassen, denn sonst passt sie nicht mehr in einen Kerzenhalter
  4. Drehe die Kerze in sich ein, ohne sie dabei zu brechen
  5. Lass die schöne Kerze abkühlen und stelle sie anschließend in einen Kerzenständer

Wie kann ich Wachsflecken entfernen?

Ein Wachsfleck auf der Tischdecke, im Kleidungsstück oder auf dem Teppich ist ganz gewiss nichts Erfreuliches. Umso besser ist es, dass diese lästigen Flecken mit einfachen Haushaltsmitteln einfach wieder verschwinden können. Wie Du Deine liebsten Habseligkeiten mit der richtigen Methode wieder fleckenfrei bekommst, erklären wir Dir hier:

Grundsätzlich gilt die Regel: Versuche niemals das Wachs in seinem flüssigen Zustand zu entfernen, denn durch das Reiben wird der Fleck noch viel größer und das Wachs dringt noch tiefer in das Gewebe ein. Lasse das Wachs erst aushärten, bevor Du mit der Reinigung beginnst.

Wachsflecken mit Kälte entfernen:

  • Textilstück in das Gefrierfach legen und zu sperrige Textilstücke mit Kühlakkus oder Eiswürfeln behandeln (Alternative: Verwendung von Kältespray)
  • Kälte macht das Wachs hart und porös
  • Nach 30 Minuten lässt sich das Wachs abbröckeln
  • Eignet sich vor allem für farbigen Wachs

Wachsflecken mit Wärme entfernen:

  • Auf den Fleck wird Löschpapier oder eine Serviette gelegt
  • Über die betroffene Stelle soll entweder vorsichtig mit einem Bügeleisen drüber gefahren oder mit einem Föhn erhitzt werden
  • Das Wachs schmilzt und wird durch Papier oder Serviette aufgesaugt
  • Eignet sich vor allem für farblosen Wachs

Nach Entfernung des Kerzenwachses sollte das betroffene Textilstück, wenn möglich, in der Waschmaschine gewaschen werden. Alternativ kann man ein Küchentuch mit heißem Wasser und ein wenig Spülmittel über die Stelle reiben.

Was kann ich machen, wenn der Docht abgebrochen ist?

Falls der Docht Deiner Kerze mal abbrechen sollte, ist das überhaupt kein Problem. Es gibt verschiedene Optionen die Kerze wieder zu retten:

  • Du kannst den inneren Teil Deiner Kerze ein wenig erhitzen und anschließend das flüssige Wachs auskippen.
  • Du benutzt einen Holzzahnstocher als Notdocht, indem Du ihn direkt neben dem Docht in das Wachs steckst und anzündest.
  • Du kaufst einen neuen Docht in einem Bastelgeschäft und schmelzt die Kerze neu ein. Dies ist jedoch mit mehr Aufwand verbunden.

Warum zündet man Kerzen für Verstorbene an?

Das Anzünden von Kerzen für einen verstorbenen Menschen ist ein alter Brauch. Diese Trauerkultur hat ihre Ursprünge darin, wie Personen mit dem Tod von jemand nahestehenden umgehen. Dabei steht die Kerze für Neuanfang, Mut und Hoffnung. Erste Spuren für diese andächtige Tradition findet man bereits in der Antike. Im Jahr 835 wurde der 2. November offiziell als Tag der Toten festgelegt.

Man zündet eine Kerze für Verstorbene während der Trauerfeier, als Grablicht oder im Alltag als Geste des stillen Gedenkens an. Das soll uns an die Vergänglichkeit des menschlichen Daseins erinnern.

Wo kann ich eine Kerze hinstellen?

Kerzen können beliebig aufgestellt werden. Tatsächlich ist das bequeme Wohnzimmer einer der beliebtesten Orte für die hellen Beleuchtungskörper. Im Badezimmer verbreiten Duftkerzen einen angenehmen Geruch, im Schlafzimmer schaffen sie eine entspannende Atmosphäre und in der Küche wirken Kerzen bei einem leckeren Dinner direkt romantisch. Auch im heimischen Garten machen sich aufgestellte Kerzen sehr gut.

Wie sollte eine Kerze gepflegt werden?

Es gibt einige Tipps und Tricks, um eine Kerze angemessen zu pflegen. Man möchte schließlich lange Freude an einer Kerze haben.

Sobald beim Abbrennen der Kerze ein zu hoher Wachsrand zurückbleibt, solltest Du diesen am besten im warmen Zustand mit einem Messer abschneiden. Gebe Acht, dass Du den Kerzenrand nicht beschädigst, denn sonst kann das flüssige Wachs auslaufen.

Bei flackernder Kerzenflamme kommt es schnell zur Rußbildung. In diesem Fall solltest Du den Docht mit einer Kerze auf 1,0 – 1,5 cm kürzen. Außerdem ist es wichtig, dass Du stets Streichholz-Reste und Docht-Stücke aus dem flüssigen Wachs entfernst. Der Docht kann dadurch nämlich verstopfen oder unruhig abbrennen.

Wenn Deine Kerze zu tropfen beginnt, lösche sie und warte bis zum Erkalten des Wachses, um sie danach wieder erneut anzuzünden. Vermeide es überdies die Kerze Luftströmungen aller Art auszusetzen, denn die Folge davon ist ein einseitiges Abbrennen.

Weiterführende Quellen

Brauchst Du noch einen selbstgemachten Kerzenständer aus Beton? Dann bist Du in diesem Blogbeitrag genau richtig!

Wie Du eine Kerze selber machst, zeigt Dir Melissa Zerhau in diesem kreativen Video.

Für den Fall, dass Du schnell ein Kerzen-ABC zur Hand brauchst, hat die RAL-Gütegemeinschaft hier eines zusammengestellt.

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